Meer + Mensch = Glück
Es gibt Orte, an denen man fest davon überzeugt ist, dass das Meer alle Sorgen nimmt. Ich denke nicht, dass das so einfach ist. Das Ganze ist, meiner Meinung nach, etwas komplizierter. Das Meer, diese endlose Weite, weckt Sehnsüchte, derer wir uns nie bewusst gewesen sind. Es sind Sehnsüchte, die unseren Körper so stark vibrieren lassen, dass wir nur so vor Glückshormonen strotzen. Dieses Gefühl nimmt unsere Gedanken so in Beschlag, dass wir all das "Böse" in unserem Leben für wenige Momente vergessen können. Wer könnte schon von sich behaupten, ohne zu lügen, dass der Anblick von einem Strand und dem dazugehörigen Meer nichts in ihm auslöst, hm? Ob Fernweh - oder viel banalere Dinge, wie z.B. der Wunsch nach der Möglichkeit, wenn auch nur für wenige Stunden, einmal zur Ruhe zu kommen. Die Welt hört nicht auf sich zu drehen, unseren Alltag beherrscht die Hektik und der Stress. Ist es da so verwunderlich, dass wir den Anblick der ruhigen Wellen so sehr genießen? Dass wir dem Rauschen des Meeres so gerne lauschen? Nein. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass Menschen, die am Meer leben, glücklicher sind. Ich weiß, dass Wasser unberechenbar ist. Nehmen wir das Beispiel Japan, wozu ich erwähnen muss, dass mir dieses Land besonders am Herzen liegt. Dennoch bleibe ich bei meiner Aussage. Ich war erst vor kurzem in Nordfrankreich - am Meer. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Gegend eine immens hohe Lebensqualität besitzt. Natürlich ist die See nicht immer ruhig, aber selbst wenn die Wellen etwas höher schlagen, wen schert das? Man geht trotzdem an den Strand und bewundert das, was vor einem liegt. Es gibt so viel, was uns daran glücklich macht. Oder glücklich machen kann. Ich bin mir sicher, irgendwann werde ich am Meer leben. Und ganz vielleicht, ich kann schließlich nicht hellsehen, kann ich dann von mir behaupten, ich wäre glücklich und hätte ein schönes Leben.