Jenny desu.
Das Land der aufgehenden Sonne. Nihon oder Nippon, wie auch immer - Japan halt. Ich oute mich hier und jetzt, ich bin eine Japan-Fanatikerin. Ein Vollblut-Sushinist - Ja, ich habe auch ein Faible für "eigene" Sprachen und Wörter, was aber lieber an einer anderen Stelle erneut aufgefasst werden sollte. Ich lese Bücher von hinten, ich nicke im gleichen Takt wie die Wackel-Katzen beim Asiaten um die Ecke, ich deute den Frieden an - oder den Sieg, jeder wie er will -, ich würde am liebsten alles und jeden fotografieren und das nur, weil ich "so etwas" noch nie gesehen habe, ich achte überall auf japanische Zeichen und gucke Animes in Originalsprache, welche eine beruhigende und gleichzeitig seltsame Wirkung auf mich hat. Ich liebe dieses Land, obwohl ich noch nie da gewesen bin. Ich habe mit Japan geweint, ich habe um Japan geweint. Ich bin nicht religiös, aber für die betroffenen Menschen habe selbst ich gebetet. Hätte mich jemand gefragt, ich wäre sofort hin geflogen, um zu helfen. Egal, wie. Tatsächlich hatte ich vor, wenige Monate später das Land zu besuchen, was nach der riesigen Katastrophe ja nicht mehr möglich war. Japan bedeutet mir mehr, als ich erklären kann. Es steht mit meinem Vater, den ich über alles liebe, in Zusammenhang. Ich hab meinen Traum kurzzeitig aufgegeben, weil ich keine andere Wahl hatte, weil ich fast dachte, das Land wäre "verloren". Aber so wie's aussieht hat all das Beten und Hoffen etwas genützt und sofern nicht wieder, man verzeihe mir den Zynismus, eine Katastrophe dazwischen kommt, werde ich schon nächstes Jahr um diese Zeit meine Fotos aus Japan sortieren. Sayounara!
jadedraspberry am 23. November 11
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